Für Immer Gerald

Ein Film von Nicklas Hoffmann 27 September 2019 - 8'00 Schule/Arbeitgeber : Akademie der Bildenden Künste München

Die Schauspieler und Charaktere aus der Geraldsaga kommen in der Arbeit Für Immer Gerald, nachdem alles abgedreht wurde, zusammen und geben Kommentare ab, während sie sich die Filme nochmal ansehen. Dabei reden sie auch über den Dreh und schauen sich Outtakes an. Die Geraldsaga (eine dreiteilige Filmreihe) befasst sich mit Humor, der Popkultur und den Grenzen sowie Möglichkeiten des Künstlerdaseins. Dabei werden auch stets Referenzen auf große Ausstellungen wie die documenta in Kassel oder die Biennale in Venedig und aber auch auf Charaktere sowie Witze aus früheren Teilen der Filmreihe eingesetzt. Der erste Film befasst sich in Form einer dreiteiligen Sitcom kritisch mit den Eigenheiten der Tinderkultur: Nicklas begeht regelmäßig Seitensprünge, wird jedoch stets vom außerirdischen Einhorn-Ballontier Gerald aufgehalten, da dieser seine Seitensprünge ermordet und Nicklas für sich haben will – bis Nicklas’ feste Freundin Catherina auftaucht, sich als Domina enttarnt und Nicklas und Gerald zu ihren Putzsklaven macht. Der zweite Film beleuchtet den Künstler Nicklas Hoffmann, der hinter der viral gewordenen dreiteiligen Sitcom steckt und nun von einer renommierten Kuratorin besucht wird, die von ihm wissen möchte, welches Kunstprojekt als nächstes kommt. Um sie zufrieden zu stellen, klappert er diverse Kunstgattungen mit Videoideen ab. Sie nimmt sich seiner schlussendlich an. Im dritten Film wird Nicklas, während er ein Rap-Musikvideo auf englisch dreht, von seinem ich aus der Vergangenheit besucht und aufgeklärt, dass er sich durch die Kuratorin verändert hat – er würde nämlich niemals Kunst auf englisch machen. Nicklas reist in die Vergangenheit und versucht nun, eigenständig einen Kunstpreis zu gewinnen. Dafür reicht er erneut Videoideen zu diversen Kunstgattungen ein, bis ihm auffällt, dass als weißer männlicher Künstler aus dem Westen kein Hahn nach seiner Kunst kräht. Er erstellt einen Film mit diversen Minderheiten, Klischees und Tabu-Themen und gewinnt tatsächlich einen Preis. Schlussendlich kann er die Kunst machen, die er wahrlich machen wollte und dreht das Rap-Musikvideo auf deutsch.

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Kurzfilmwettbewerb „Grenzenlos“

Kurzfilmwettbewerb „Grenzenlos“

„Kurzschluss“ organisiert ab dem 01. Februar 2019 einen Kurzfilmwettbewerb zum Thema „Grenzenlos“. Eingereicht werden können deutschsprachige fiktionale Filme, die ab dem 1.1.2017 entstanden sind. Teilnehmen können Filmemacherinnen und Filmemacher ab 18 Jahren. Die Länge der Filme beträgt maximal 15 Minuten inkl. Credits.

Vom 01 Februar 2019 bis 30 September 2019